Mittwoch, 2. September 2026

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Anthbot zeigt Prototyp-Mähroboter mit Wärmebild und Kantentrimmer

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Auf dem Rundparcours der IFA 2026 fährt der Anthbot R730 an einem unbeheizten Stoffigel vorbei. Der gezeigte Prototyp soll mit einem Infrarotsensor Wärmesignaturen in Fahrtrichtung erkennen und Tiere wie Igel bei der Routenplanung berücksichtigen. Zusätzlich trägt er am Heck einen ausfahrbaren Arm, der mit einem Fadentrimmer die letzte Distanz zur Rasenkante überwinden soll.

Der Mechanismus für den Tierschutz ist einfach beschrieben: Wärmebildsensorik soll Körperwärme auch dann erfassen, wenn das Licht für eine rein optische Kamera nicht mehr ausreicht. In der Vorführung zeigte Anthbot Standbilder von Hasen und Igeln vor blau gefärbtem, hohem Gras. Aussagekräftiger wurde die Demonstration dadurch nicht: Der R730 passierte auf dem Rundkurs lediglich einen unbeheizten Stoffigel. Ein Praxistest im Garten steht noch aus.

Der Kantentrimmer war während der Fahrt dauerhaft ausgefahren. Nähert sich der Roboter der Attrappe, schwenkt der Arm sicherheitshalber zurück ans Heck. Mehrere Gelenke bewegen den Werkzeugkopf an die rechte Gehäuseseite. Dort soll er Grashalme schneiden, die andere Mähroboter übrig lassen und die sonst von Hand nachbearbeitet werden müssten.

Konkret könnte der R730 damit zwei Arbeitsschritte verändern: Sein Wärmesensor soll den Betrieb in der Dämmerung oder bei nachtaktiven Tieren sicherer machen, der Arm soll die händische Kantenpflege verringern. Für die Navigation kombiniert Anthbot außerdem zwei Lidarmodule, eine Stereokamera und ein Satellitenmodul. Vier separat angetriebene Räder sollen verwinkeltes, holpriges Gelände mit bis zu 84-prozentiger Steigung bewältigen. Nach Herstellerangaben reichen ein 270-Wh-Akku und ein Schnellladenetzteil an der Ladestation je nach Einstellung für zwischen 3000 und 4000 Quadratmeter Rasen pro Tag.

Anthbot plant den Marktstart für kommendes Frühjahr zu rund 2500 Euro. Der R720 soll für 2000 Euro folgen, allerdings ohne Wärmebildsensor, mit einem nur optionalen Trimmerarm und geringerer Flächenleistung. Ob sich Thermalscan und Kantentrimmer in der kommenden Gartensaison als Trendfunktionen etablieren, ist offen; Ähnliche Lösungen sind auch von weiteren Herstellern auf der IFA zu erwarten. Die gezeigte Tiererkennung bleibt bis zu einem Alltagstest eine technische Zusage des Herstellers, kein nachgewiesener Garteneinsatz.

zwischen 3000 und 4000 Quadratmeter Rasen pro Tagvom Hersteller genannte tägliche Mähleistung

Quellen — die Originale lesen(Pariser Zeit)

heise onlineDE
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