Compose Multiplatform 1.12 bringt experimentellen MCP-Server
Ein Codewechsel – und die laufende App kann die veränderte Oberfläche anzeigen, ohne neu gestartet zu werden. Genau an dieser Stelle setzt JetBrains mit Compose Multiplatform 1.12.0 an: Das Framework erhält einen experimentellen MCP-Server für den Hot-Reload-Betrieb, der KI-Coding-Agenten mit einer geöffneten Anwendung verbindet.
MCP steht für Model Context Protocol. Über diese Anbindung kann ein Agent Neuladevorgänge auslösen, Screenshots erstellen und den semantischen Baum der Oberfläche untersuchen – also die Struktur, die Elemente und ihre Bedeutung beschreibt. Er kann außerdem Klicks und Texteingaben simulieren sowie Anwendungsprotokolle lesen. Damit lässt sich laut JetBrains etwa feststellen, ob eine Änderung erfolgreich geladen wurde oder ob dabei ein Laufzeitfehler entstanden ist.
Konkret verschiebt sich damit ein Teil des Prüfens näher an den Moment der Codeänderung. Ein Agent kann dadurch die laufende Oberfläche beobachten und mit ihr interagieren. Der MCP-Server bleibt jedoch ein experimentelles Werkzeug.
Ebenfalls experimentell ist die API-Version 2 für WindowState und DialogState im Paket androidx.compose.ui.window.v2. Sie soll eine feinere Steuerung ermöglichen: Für Fenster lassen sich Mindest- und Höchstgrößen festlegen, Dialoge können relativ zum Hauptfenster positioniert werden. JetBrains zeigt dafür unter anderem ein zentriertes Fenster mit fester Größe von 400.dp × 200.dp.
Für Entwicklerinnen und Entwickler bietet die Version zwei neue experimentelle Möglichkeiten: KI-Agenten können eine laufende App direkter prüfen, während Fenster und Dialoge genauer steuerbar werden. Compose Multiplatform bleibt quelloffen; die Web-Unterstützung ist weiterhin als Beta ausgewiesen. Zusätzlich lädt die Web-Version Noto-Schriften bei Bedarf nach, wenn eine Anwendung Zeichen wegen fehlender Schriftarten nicht darstellen kann.
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