Montag, 31. August 2026

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OpenClaw 2.0 bringt Team-Sitzungen und mehr Gedächtnis für Agenten

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Im Browser beginnt OpenClaw 2.0 nicht mehr mit einem Konfigurationsmarathon, sondern direkt mit einem Gespräch. Nutzer können dort die Einrichtung abschließen, Aufgaben wieder aufnehmen und die Arbeit des KI-Agenten live verfolgen. Nach einer fast siebenwöchigen Veröffentlichungspause ist die neue Version erschienen – und sie bündelt die Arbeit von 933 Entwicklern sowie knapp 17.000 Pull-Requests.

Der auffälligste Schritt führt OpenClaw aus dem Einzelplatz heraus. Shared Cloud Sessions erlauben es mehreren Nutzern, an derselben laufenden Sitzung zu arbeiten oder Aufgaben weiterzugeben, ohne den bisherigen Kontext zu verlieren. Das Entwicklerteam nennt diese Funktion „Multiplayer“ und setzt sie nach eigenen Angaben bereits selbst bei der Projektarbeit ein. Vorhandene ChatGPT- oder Claude-Abonnements, API-Schlüssel und lokale Modelle erkennt OpenClaw bei Neuinstallationen nun ebenfalls.

Auch das Gedächtnis des Agenten wird ausgebaut. Active Memory kann bei persönlichen Installationen ausgewählte Informationen aus früheren privaten Unterhaltungen desselben Agenten abrufen. Das standardmäßig aktive Grounded Dreaming soll relevante Inhalte im Hintergrund zu längerfristigen Erinnerungen verdichten. Ein Self-Learning-System erfasst wiederverwendbare Erkenntnisse und kann geprüfte oder vom Skill Workshop verwaltete Fähigkeiten automatisch einsetzen.

Für Automatisierung bedeutet das weniger wiederholte Freigaben: Wiederkehrende Aktionen sollen nach einer einmaligen Genehmigung weiterlaufen, und ein Plug-in für eingehende E-Mails kann Agentenarbeit starten. Gekoppelte Macs lassen sich bereits über Desktop-Oberflächen steuern. Unter Windows und Linux ist diese Computersteuerung dagegen noch experimentell und muss ausdrücklich aktiviert werden. Gespräche können durchsucht, verzweigt oder zurückgespult werden; bereits ausgeführte Dateiänderungen und andere Werkzeugaktionen werden dadurch nicht rückgängig gemacht.

Und was ändert das konkret? Einzelne Nutzer können OpenClaw leichter einrichten und länger laufende Aufgaben stärker automatisieren. Teams können Arbeit innerhalb einer Sitzung übergeben, ohne den Kontext neu aufzubauen. Gleichzeitig bleibt die Reichweite des Agenten ein Sicherheitsproblem: Prompt Injection – manipulierte Anweisungen in nicht vertrauenswürdigen Inhalten – kann gefährlich werden, wenn weitreichende Werkzeuge zugänglich sind. OpenClaw bringt zwar neue Schutzmechanismen für Zugangsdaten, Plug-ins und gemeinsame Sitzungen; Sandboxing ist jedoch standardmäßig deaktiviert. Gegenüber Angeboten von OpenAI, Google, Anthropic und Microsoft bleibt der praktische Unterschied vor allem die Kombination aus Open Source, Selbsthosting und freier Modellwahl.

933Entwickler, die am bislang größten OpenClaw-Update mitwirkten

Quellen — die Originale lesen(Pariser Zeit)

heise onlineDE
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