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Philips Hue startet KI-Beta für Licht-Automationen

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Bei einer Vorführung auf der IFA ließ Philips Hue eine lästige Hausregel aushebeln: Taste 4 eines Hue-Dimmers schaltete den Bewegungssensor im Esszimmer zeitweise ab. Die Funktion ist derzeit eine Beta und soll im Oktober ausgerollt werden – unter dem Namen Custom AI Behaviors, mit denen sich komplexe Wenn-Dann-Automationen in natürlicher Sprache erstellen lassen.

Der Unterschied liegt nicht nur im Chatfenster. Die bisherige Hue-App war bei einfachen, zeitbasierten Abläufen stark, wurde aber schnell unübersichtlich, sobald mehrere Auslöser und Aktionen zusammenkommen. Nun kann ein Nutzer etwa vorgeben, dass nachts nur ein gedimmtes Nachtlicht angeht, während tagsüber die normale, zeitgesteuerte Farbtemperatur gilt. Das System braucht dafür eine Information wie „wach“ oder „schlafend“, etwa durch den Druck auf eine Taste, kann die übrige Logik aber selbst zusammensetzen. Die vorgeschlagene Automation lässt sich anschließend annehmen, verändern und später weiterbearbeiten.

Die technische Grenze ist klar: Custom AI Behaviors funktioniert nur mit der Hue Bridge Pro. Die Automatisierungslogik läuft dort lokal, während der KI-Assistent in der Cloud arbeitet. Hue hat dafür eine vereinfachte, domänenspezifische Programmiersprache entwickelt und die Modellfamilie GLM mit offenen Gewichten eingesetzt. Nach Angaben von Technologiechef George Yianni soll das mehr Kontrolle über das tatsächlich laufende Modell geben. Die Automatisierungs-Engine soll außerdem Drittentwicklern offenstehen.

Eine zweite offene Baustelle bekommt ebenfalls eine Lösung. Hue will die bisher nur auf der Hue Bridge und der Hue Bridge Pro gespeicherten Szenen, Raumzuordnungen und Regeln in der Cloud sichern; der Start ist für Anfang nächsten Jahres angekündigt, ein konkretes Datum fehlt. Dazu kommen Verbindungen zu Geräten außerhalb des Hue-Ökosystems: Hue-Schalter sollen Sonos-Lautsprecher bedienen, wobei The Verge ein Update im November nennt und heise online von „ab Ende des Jahres“ berichtet. Nanoleaf-Shapes lassen sich ab dem 3. September mit einem Hue-Zigbee-Steuermodul für 40 Euro einbinden; der parallele Zugriff per Hue- und Nanoleaf-App auf dieselben Kacheln ist zum Start allerdings nicht möglich.

Konkret ändert sich für Besitzer einer Bridge Pro, dass sie eine bislang schwer erreichbare Verknüpfung nicht mehr durch mehrere Programmfenster bauen müssen: Ein Satz kann Sensoren, Tasten, Zeit und Lichtfunktionen zu einer Regel verbinden. Besitzer anderer Hue-Bridges erhalten diese KI-Funktion nicht. Die Automatisierungs-Engine soll außerdem Drittentwicklern offenstehen; für Sonos- und Nanoleaf-Nutzer erweitert sich das Hue-System schrittweise über die eigenen Lampen hinaus.

40 EuroPreis des Zigbee-Steuermoduls für Nanoleaf-Shapes-Kacheln

Quellen — die Originale lesen(Pariser Zeit)

The VergeEN
heise onlineDE
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