Firefox 155 zeigt blockierte Tracker an
In der Adressleiste zeigt Firefox 155 jetzt eine Zahl, die bisher hinter dem Schildsymbol und den Datenschutzberichten verborgen lag: wie viele Tracker – also Elemente, die Nutzer über Websites hinweg verfolgen können – der Browser blockiert hat. Mozilla hat die neue Version veröffentlicht und macht damit eine bestehende Schutzfunktion sichtbar, ohne sie standardmäßig zu verändern.
Für den Alltag bedeutet das mehr Kontrolle auf einen Blick. Wer die Anzeige nicht sehen möchte, kann sie in den Einstellungen abschalten; der Tracking-Schutz bleibt aktiv. Auch die Container werden übersichtlicher: Ihre Reihenfolge lässt sich nun festlegen. Weil sie Cookies, Logins und Websitedaten voneinander trennen, können Nutzer mehrere Konten desselben Dienstes parallel verwenden, ohne verschiedene Firefox-Profile oder Browserfenster zu brauchen.
Mozilla erweitert zudem den schrittweisen Beta-Test von Smart Window auf Frankreich. Die KI-Funktion setzt Firefox für Desktop und ein Mozilla-Konto voraus, bündelt mehrere Funktionen und soll bei Websuchen etwa ein Fünftel der bisherigen Antwortzeit benötigen. Quellen von Exa soll der Assistent direkt angeben. Für Deutschland, Österreich und die Schweiz nennt Mozilla keinen Start.
Der wichtigste Vorbehalt betrifft Firmennetze. Wenn Firewalls oder Proxys UDP – ein Netzwerkprotokoll für schnelle, verbindungsarme Übertragung – sperren, etwa während einer TLS-Inspektion, können Websites langsam laden oder ausfallen. Firefox 155 unterstützt für HTTP/3 nun auch QUIC Version 2; Administratoren können die problematische Verbindungsstrategie vorübergehend per Richtlinie umgehen. Die dauerhafte Korrektur ist laut Mozilla für eine nächste Unterversion in Arbeit.
Und dann, konkret? Privatnutzer sehen schneller, was Firefox bereits blockiert, und können Container besser ordnen. Webspieler unter Windows erhalten außerdem vollständige Unterstützung für Nintendo-Switch-Pro-Controller. In Unternehmen kann das Update dagegen zunächst Prüfaufwand erzeugen: Freigabelisten müssen für die neue Portal-Erkennungsdomain angepasst werden, und die UDP-Einstellung kann bis zum nächsten Unterversions-Update relevant bleiben.
Kommentare
Der Thread wird geladen…
Melden Sie sich an, um einen Kommentar zu schreiben. Anmelden