Google Home Speaker bringt Gemini ins Küchenregal
Auf dem Küchenregal steht Googles neuer, rundlicher Lautsprecher zwischen zwei bekannten Größen: Der 120 Euro teure Google Home Speaker soll Musik streamen und Gemini for Home ins Smart Home bringen. Nach dem Nest Hub 2 aus dem Jahr 2021 ist es wieder ein reines Audiosystem ohne Display. Berti Kolbow-Lehradt hat das Gerät im Alltag getestet.
Der WLAN-Lautsprecher — also ein Lautsprecher im drahtlosen Heimnetz — misst 86,6 Millimeter in der Höhe und 107 Millimeter im Durchmesser. Damit liegt er bei Größe und Preis zwischen Googles Nest Mini und Nest Audio. Statt einer einzelnen Statusanzeige auf der Rückseite leuchtet ein Ring aus Leuchtdioden im Sockel: Er signalisiert, ob der Speaker zuhört, die Anfrage verarbeitet oder antwortet.
Die auffälligste Schwäche steckt unter dem Stoff. Die grobmaschige Bespannung sitzt laut Test nicht straff genug und verrutscht bei Berührung. Dadurch lassen sich die drei berührungsempfindlichen Tasten für Lauter, Leiser, Wiedergabe und Pause nicht immer sicher treffen; gelegentlich registriert das Gerät einen Doppeldruck. Der Schalter für die Mikrofone vermittelt dagegen ein gewohnt klares Feedback.
Konkret ändert das Googles Angebot für Menschen, die Gemini im Smart Home per Sprache nutzen wollen: Sie bekommen dafür einen eigenständigen Lautsprecher in der Lücke zwischen Nest Mini und Nest Audio, ohne auf ein Display angewiesen zu sein. Musikstreaming und KI-Chat liegen in einem Gerät, dessen sichtbarer Lichtring den jeweiligen Zustand anzeigt.
Ganz ohne Rückschritt kommt der neue Speaker nicht. Sein 1,5 Meter langes Kabel endet in einem USB-C-Stecker, ist aber fest mit dem Gehäuse verbunden. Die Vorgänger hatten gesteckte Kabel, die sich einfacher austauschen ließen. Wie attraktiv der Klang und Gemini for Home im täglichen Einsatz insgesamt sind, untersucht der Praxistest im Vergleich mit Amazons Alexa+ und Apples älterem HomePod Mini.
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