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Im Labor registriert ein Sensor einzelne Gasstöße

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Symbolbild: Trapped diamond July 2016 GWMorley
Symbolbild: Gavin Morley · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons

In einer Vakuumkammer hängt eine Kugel aus Siliziumdioxid, nicht breiter als einige hundert Moleküle, in einem Laserstrahl, und jedes Gasmolekül, das sie berührt, hinterlässt eine Spur. Genau diese Spur hat ein Team um Yu-Han Tseng nun gemessen. Ihre in Physical Review Letters veröffentlichte Studie aus dem Jahr 2026 beschreibt den Impulsübertrag einzelner Stöße zwischen Gasteilchen und einem durch Laserlicht schwebend gehaltenen Nanoteilchen, eine Messung, die bisher im Rauschen unterging.

Die Idee hat eine lange Geschichte. 1827 beobachtete Robert Brown unter dem Mikroskop, wie Pollenkörner im Wasser zitterten, und Einstein erklärte später, dass diese zufällige Bewegung von unzähligen Stößen schnell bewegter Moleküle in der Flüssigkeit herrührt. Solche Stöße sind normalerweise zu klein und zu häufig, um sie einzeln zu unterscheiden. Forscher erkannten später, dass ein Teilchen, das im Laserlicht gehalten wird und keine Unterlage berührt, eine sauberere Möglichkeit bietet, sie zu belauschen. Das Team baute auf diesem Ansatz auf, isolierte eine Siliziumdioxid-Kugel mit etwa 100 Nanometer Durchmesser und leitete nacheinander drei schwere Gase ein: Krypton, Xenon und Schwefelhexafluorid. Sie verfolgten die Bewegung der Kugel anhand des von ihr gestreuten Lichts und prüften den Sensor anhand von Erwartungswerten, Hintergrundaufnahmen und theoretischen Vorhersagen.

Das Ergebnis: Die Stöße von Krypton-Atomen, Xenon-Atomen und Schwefelhexafluorid-Molekülen ließen sich nachweisen, obwohl diese Gasteilchen etwa 10 Millionen Mal leichter sind als das Siliziumdioxid. Die gemessene Streuung der Impulsüberträge stimmte gut mit der Gastheorie überein. Aus den Stößen abgeleitete Drücke stimmten innerhalb der Messunsicherheiten mit einem herkömmlichen Vakuummeter überein, was die Autoren als Prinzipnachweis für die Drucksensorik werten. Das Experiment deutete außerdem darauf hin, dass die Oberfläche der Kugel nahe Raumtemperatur blieb, wobei die Forscher allerdings eher Obergrenzen für die Temperatur angaben als einen genauen Wert.

Die Grenzen sind real. Rauschen verdeckte einige der kleinsten Stöße, sodass leichtere Gase und schwächere Stöße nicht aufgelöst wurden und nicht jede Kollision erfasst wurde. Die Autoren argumentieren, dass bessere Bewegungsmessungen sie sichtbar machen könnten, ebenso wie niedrigere Drücke. Für Metrologie-Labore liegt das praktische Versprechen in einem Drucknormal, das auf dem Zählen von Stößen statt auf einem kalibrierten Messgerät beruht, und zwar für außergewöhnlich saubere Vakuumsysteme. Für Quantenexperimente könnte dieselbe Empfindlichkeit helfen, Umwelteinflüsse herauszufiltern, die fragile Quantenzustände zerstören. Die Autoren nennen außerdem die Suche nach Dunkler Materie und anderen Teilchen als mögliche Anwendungen. Keine dieser Anwendungen ist bisher umgesetzt, und der Artikel nennt keinen Zeitplan dafür. Die Studie ist eine Laborvorführung, und der nächste Schritt ist ein empfindlicherer Sensor, der die leichteren Gase erfassen kann, die er bisher übersieht.

10 MillionenMal leichter sind die Gasteilchen als die Siliziumdioxid-Kugel, auf die sie treffen

Quellen — die Originale lesen(Pariser Zeit)

Phys.org — PhysiqueEN
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