Donnerstag, 27. August 2026

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Kia Seltos Hybrid zapft kleine Batterie für V2L an

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Im Kofferraum des Kia Seltos Hybrid wartet eine Steckdose auf ihren Einsatz: Bis zu 3,6 kW soll sie über 230 Volt an externe Geräte liefern. Kia nennt das V2L – „Vehicle to Load“, also Strom aus dem Auto für Verbraucher außerhalb des Fahrzeugs. Der neue Hybrid wird ab Oktober ausgeliefert, doch die Stromquelle ist ungewöhnlich klein: Seine Batterie speichert nur 1,32 kWh.

Der Seltos nutzt einen parallelen Hybridantrieb. Ein 1,6-Liter-Vierzylinder und ein 45-kW-Elektromotor arbeiten zusammen; beim Allradmodell kommt ein 50-kW-Elektromotor an der Hinterachse hinzu. Die Systemleistung liegt bei 113 kW mit Frontantrieb und 131 kW mit Allrad. Die Batterie wird durch Rekuperation und durch den Verbrennungsmotor geladen, nicht an einer externen Ladesäule.

Der technische Kniff heißt Lastpunktverschiebung. Liefert der Verbrenner mehr Leistung als gerade benötigt wird, lädt er über einen Generator die Batterie. Bei höherem Bedarf unterstützt der Elektromotor den Verbrenner. So soll der Benziner häufiger in einem günstigen Wirkungsbereich arbeiten – besonders dort, wo sich das Tempo oft ändert.

Die Verbrauchswerte zeigen, wo der Effekt liegt. Im WLTP, einem standardisierten Verbrauchsverfahren, kommt der Seltos Hybrid in der Stadt auf 5,1 Liter mit Frontantrieb und 6 Liter mit Allrad. Auf der Autobahn schrumpft der Abstand zu den reinen Verbrennern auf 1 bis 1,3 Liter. Im kombinierten WLTP nennt Kia 5,4 bis 5,8 Liter.

Und dann? Für Besitzer kann die Steckdose ein praktischer Anschluss für externe Geräte sein, etwa wenn am Fahrzeug Strom gebraucht wird. Wie lange die kleine Batterie das schafft, bleibt offen; laut Bericht könnten möglicherweise nur 900 Wh entnommen werden. Hinzu kommen Einschränkungen im Alltag: Die Hybridmodelle erreichen 158 beziehungsweise 155 km/h, der Tank fasst 38 statt 50 Liter. V2L ist zudem nur in den Ausstattungslinien GT-Line und X-Line verfügbar, die den Preis auf mindestens 44.090 Euro heben.

1,32 kWhKapazität der Hybridbatterie

Quellen — die Originale lesen(Pariser Zeit)

heise onlineDE
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