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Pebble Time 2 bringt Open Source und 21 Tage Akku im Median

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Pralle Sonne, zwei Uhren am Handgelenk: Im Test von c’t 3003 war die Pebble Time 2 besser abzulesen als eine Apple Watch Ultra mit 3000 Nits. Der Grund steckt nicht in einer helleren Lampe, sondern in einem anderen Display. Die Open-Source-Smartwatch setzt auf ein transflektives Memory-LCD und kommt laut Test auf 21 Tage Akku im Median.

Technisch ist das kein E-Ink, auch wenn Pebble sein Anzeigeprinzip als E-Paper bezeichnet. Das Memory-LCD von Sharp speichert den Bildinhalt pixelweise; Strom fließt vor allem dann, wenn sich etwas ändert. Ein ruhiges Zifferblatt verbraucht dadurch praktisch nichts. Gleichzeitig laufen Animationen flüssiger als bei echtem E-Ink. Weil das Display Umgebungslicht reflektiert, wird es mit zunehmender Helligkeit besser lesbar — in Innenräumen kehrt sich der Vorteil um.

Die Time 2 ist 1,5 Zoll groß, zeigt 200 x 228 Pixel und nutzt 64 Farben. Gegenüber aktuellen Smartwatches mit häufig höher aufgelöstem OLED wirkt das Bild bewusst schlicht. Eine Hintergrundbeleuchtung gibt es, sie lässt sich per Tippen oder Handbewegung aktivieren. Ab Werk reagiert die Gestensteuerung laut c’t allerdings so träge, dass ein Schütteln des Arms nötig sein kann. GPS beim Laufen, kontaktloses Bezahlen und ernsthaftes Fitness-Tracking fehlen; für solche Ansprüche verweist der Hersteller auf Garmin.

Der zweite Unterschied liegt in der Offenheit. Im Store stehen über 10.000 Community-Apps und Zifferblätter bereit. Wer dort nicht fündig wird, kann eigene Software direkt im Browser erstellen — ohne installiertes SDK und ohne kostenpflichtigen Entwickler-Account. Auch die Geschichte der Marke passt dazu: Pebble war laut c’t zwischenzeitlich pleite und acht Jahre verschwunden, doch die Uhren liefen weiter.

Konkret bedeutet das für Käufer in Deutschland: Die Time 2 ist mit Android und iOS nutzbar und kostet laut c’t rund 230 Euro; genannt werden 225 US-Dollar, 25 US-Dollar Versand und 17 Euro Importabgaben. Wer vor allem eine Uhr für lange Laufzeit, Sonnenlicht und Bastelprojekte sucht, bekommt ein ungewöhnlich langlebiges System. Wer kontaktlos bezahlen, beim Laufen GPS nutzen oder Fitnessdaten ernsthaft erfassen will, sollte sich bei anderen Smartwatches umsehen.

21 TageMedian-Akkulaufzeit der Pebble Time 2

Quellen — die Originale lesen(Pariser Zeit)

heise onlineDE
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