pnpm 12: Linux-Installationen im Test 64 bis 90 Prozent schneller
Ein Installationsbefehl, der den Aufbau eines Projekts ausbremst, läuft mit pnpm 12 deutlich schneller. Das Paketmanager-Projekt hat seine Software vollständig in Rust neu geschrieben; das Turborepo-Projekt von Vercel maß unter Linux 64 bis 90 Prozent weniger Installationszeit als bei pnpm 10.28.
Auch Corepack, das Node.js-Skript zur Verwaltung von Paketmanagern, legte bei gefülltem Cache zu: 74 Prozent schneller startete es in den Tests. Bei leerem Cache war Corepack dagegen 11 Prozent langsamer. Die Tester weisen darauf hin, dass andere Betriebssysteme wegen abweichender Methoden für Dateiverknüpfungen andere Ergebnisse liefern können.
Ein konkreter Hebel ist packageImportMethod: auto. pnpm 12 löst unter Linux bevorzugt Hardlinks auf, also Verweise auf bereits vorhandene Dateien. Auf dem Dateisystem btrfs halbiert das laut den Messungen die Installationszeit; bei ext4 gibt es keinen Vorteil.
Für den Alltag bringt die Version außerdem mehr Spielraum bei gemischten Projekten. pnpm 12 kann Pakete in den Formaten npm, Yarn Classic, Yarn Berry, Yarn 6 und Bun einbinden und den jeweils passenden Paketmanager verwenden. Mit devEngines.runtime lassen sich zudem lokale Laufzeiten für Node, Deno oder Bun pro Projekt festlegen.
Konkret heißt das: Teams mit Linux-Entwicklungsumgebungen und vielen Installationen können deutlich weniger auf Abhängigkeiten warten, besonders bei btrfs und gefüllten Caches. Die Beschleunigung ist jedoch kein Versprechen für jede Umgebung. Wer private Repositories nutzt, muss beachten, dass GitHub, GitLab und Bitbucket nicht mehr per SSH erreichbar sind, sondern nur noch über HTTP; fehlerhafte Einstellungen in pnpm-workspace.yaml werden nun als Fehler gemeldet.
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