Dienstag, 1. September 2026

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DxO PhotoLab 10 retuschiert Sensorstaub per KI

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Nach dem Öffnen eines Fotoordners liest die Software die Aufnahmeinformationen der Raw-Dateien aus, lädt passende Korrekturprofile aus der DxO-Cloud und retuschiert auf Wunsch Sensorstaub per KI. Das neue Werkzeug erkennt Flecken, die ein verschmutzter Kamerasensor hinterlassen hat, selbstständig und nimmt Fotografen damit einen Teil der mühsamen Handarbeit ab.

Die automatische Korrektur setzt schon beim Import an. PhotoLab bearbeitet Linsenverzerrung, Objektivunschärfe, Vignettierung und Farbsäume anhand der Kombination aus Kamera und Objektiv. Für Fotos mit hohen ISO-Werten nutzt die Software die Rauschminderung DeepPrime XD3, die laut heise-Test erstaunlich viele Details zurückholt. Dafür braucht der Rechner eine Grafikkarte mit mindestens 6 GByte VRAM (Grafikspeicher), etwa eine Nvidia RTX oder AMD Radeon RX 6000.

Auch die Farbsteuerung wird ausgebaut. PhotoLab 10 arbeitet mit Farbrädern wie aus der Videobearbeitung: Farbton und Sättigung lassen sich getrennt für Schatten, Mitteltöne und Lichter einstellen. Der größere Farbraum „DxO Wide Gamut“ soll dabei insbesondere Grüntöne besser abbilden als AdobeRGB. Belichtung, Farbe, Details und Geometrie bleiben weiterhin nicht destruktiv in DOP-Daten gespeichert.

Die Grenze zeigt sich bei der Staubretusche. Einzelne Sensorflecken können zwar ausgewählt werden, doch laut heise-Test arbeitet die KI nicht in jedem Fall perfekt. Der praktische Nutzen bleibt trotzdem hoch, weil viele Korrekturen ohne manuelles Stempelwerkzeug erledigt werden können. Die Funktion war zuvor bereits in DxO PureRaw 6 enthalten und ist nun direkt im Raw-Entwickler verfügbar.

Und dann, konkret? Fotografen mit staubanfälligen Sensoren gewinnen vor allem Zeit bei der Bildserie; Nutzer hoher ISO-Werte benötigen zusätzlich die passende Grafikkarte. Wer mit Affinity arbeitet, kann Bilder direkt aus PhotoLab dorthin exportieren und zurückholen. PhotoLab 10 ist damit kein automatischer Ersatz für jede Retusche, sondern bündelt mehrere wiederkehrende Schritte an einer Stelle — mit einer KI-Funktion, deren Ergebnis weiterhin kontrolliert werden muss.

6 GByte VRAMMindestspeicher der Grafikkarte für DeepPrime XD3

Quellen — die Originale lesen(Pariser Zeit)

heise onlineDE
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