DLSS 4.5 soll Raytracing-Artefakte im Early Access verringern
Auf der Gamescom bekommt das Bild hinter dem Bild ein neues Werkzeug: Nvidia verteilt DLSS 4.5 über ein Update der Nvidia-App. Das neue Ray-Reconstruction-Modell soll in Raytracing-Spielen Ghosting, Unschärfe und „Boiling“ deutlich reduzieren, ohne die Bildrate nennenswert zu verschlechtern. Zunächst erscheint es als „Preset F“ im Early Access.
Ray Reconstruction ist ein KI-Entrauscher für Spiele mit intensivem Raytracing. Dabei berechnet die Grafikkarte Licht über einzelne Lichtstrahlen, kann aber nicht jedes Pixel vollständig in Echtzeit erfassen. Das zunächst unvollständige, verrauschte Bild wird anschließend rekonstruiert. DLSS 4.5 ersetzt dafür klassische Verfahren durch ein Modell, das räumliche und zeitliche Bilddaten der Spiele-Engine analysiert.
Der Unterschied fällt vor allem dort auf, wo Raytracing besonders aggressiv eingesetzt wird. Vergleichsvideos zum neuen und alten Modell zeigen laut den vorliegenden Berichten weniger typische Artefakte; genannt werden insbesondere „Cyberpunk 2077“ und „Alan Wake 2“. Eine Vorabfassung war bereits über eine DLL-Datei aus „Call of Duty: Modern Warfare 4“ in Umlauf und wurde anschließend auch in anderen Raytracing-Spielen genutzt.
Und dann? Wer eine GeForce-RTX-Grafikkarte besitzt und eines der derzeit 30 unterstützten Spiele nutzt, kann die Bildqualität bereits jetzt ausprobieren, statt auf ein neues Spiel oder eine neue Grafikkarte zu warten. Dafür sind der GeForce Game Ready Driver 580.88 oder neuer und die Anmeldung für Early-Access-Versionen nötig.
Der Schritt bleibt vorerst ein Testlauf: Nvidia stellt das Modell zunächst nur über den Early Access bereit. Die fertige Version soll im September erscheinen. Bis dahin ist die praktische Reichweite an die unterstützten Spiele und an Nvidias RTX-Hardware gebunden.
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