Fritz zeigt die Fritzbox DSL/Fiber 7-90 mit Wi-Fi 7 auf der IFA
Auf der Berliner IFA steht eine Fritzbox, die nicht nur schneller funken, sondern auch anders heißen soll: Fritz zeigt die DSL/Fiber 7-90 mit Wi-Fi 7 und einem Dual-Modem für DSL- und Glasfaseranschlüsse. Das überarbeitete Kastengehäuse versteckt die Anschlüsse, bündelt die Kabel an der Rückseite und lässt sich aufstellen oder an der Wand montieren.
Der praktische Kern steckt in der Anschlussvielfalt. Die Box arbeitet an GPON, einem passiven Glasfasernetz, mit 2,5 Gbit/s, an AON, einem aktiven Glasfasernetz, mit 1 Gbit/s und bei DSL mit bis zu 300 Mbit/s. Ein 2,5-Gbit/s-Anschluss kann zudem als WAN-Port dienen, also als Eingang für ein externes Modem.
Beim Funk nennt Fritz eine aufsummierte Brutto-Rate von bis zu 12,2 Gbit/s. Im 6- und 5-GHz-Band sind jeweils 5760 Mbit/s vorgesehen, im 2,4-GHz-Band 690 Mbit/s. Die Einschränkung gegenüber der Fritzbox 5690 Pro: Nur im 5-GHz-Band kommen vier MIMO-Streams zum Einsatz, parallele Datenströme mehrerer Antennen. Die 6-GHz-Übertragungsrate ist gegenüber dem Topmodell deshalb halbiert.
Für wen macht das einen Unterschied? Haushalte mit DSL oder unterschiedlichen Glasfaseranschlüssen könnten einen Router für mehrere Zugangsarten einsetzen, statt ein zusätzliches Modem einzuplanen. Dafür fehlen 10-Gbit/s-Ethernet-Anschlüsse; vorhanden sind jeweils zwei Ports mit 2,5 und 1 Gbit/s. DECT für schnurlose Telefone, ein USB-Anschluss sowie Verbindungen für Smart-Home-Geräte über DECT ULE und Zigbee bleiben an Bord.
Die Rechnung ist damit klar: Die DSL/Fiber 7-90 zielt auf flexible Anschlüsse und ein überarbeitetes Gehäuse, nicht auf die maximale WLAN-Leistung der 5690 Pro. Fritz zeigt sie zunächst auf der IFA; Preis und Markteinführung sind noch offen. Laut heise online kann der Verkaufsstart wie bei solchen Ankündigungen Monate auf sich warten lassen.
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