Muse Spark 1.3 erreicht auf „xhigh“ GPT-5.6-Sol-Niveau
Im Coding-Agenten Muse Code, der auf macOS und Linux läuft, ist Muse Spark 1.3 jetzt öffentlich nutzbar; über die Model API lässt es sich plattformunabhängig ansprechen. Die unabhängige Benchmark-Plattform Artificial Analysis misst der verfügbaren Reasoning-Stufe „xhigh“ 61 Punkte im Intelligence Index zu — damit liegt sie auf Augenhöhe mit GPT-5.6 Sol „max“.
Meta richtet die neue Version auf Softwareentwicklung und allgemeine agentische Aufgaben aus. Gegenüber Muse Spark 1.2 soll Spark 1.3 komplexe Anweisungen zuverlässiger befolgen, mehrere Aufgaben besser gleichzeitig bearbeiten und die Zusammenarbeit mit Nutzern verbessern. Das Modell verarbeitet Text, Bild und Video; sein Kontextfenster bleibt bei einer Million Tokens unverändert.
Auch Metas eigene Benchmarks zeigen Fortschritte. Auf derselben Reasoning-Stufe „xhigh“ schlägt Spark 1.3 seinen Vorgänger bei GDPVal-AA v2 und Terminal-Bench 2.1 deutlich. Bei GDPVal-AA v2 liegt es praktisch gleichauf mit GPT-5.6 Sol „max“, aber hinter Claude Opus 5 „max“; bei Terminal-Bench 2.1 liegt es knapp vor beiden. Die Vergleichsgrafik im Meta-Blogpost setzt allerdings Spark 1.3 durchgehend mit „max“ gegen Spark 1.2 mit „xhigh“ — bei gleicher Stufe fallen manche Sprünge kleiner aus.
Artificial Analysis bestätigt den Zuwachs von 57 auf 61 Punkte und sieht die größten Fortschritte bei agentischer Wissensarbeit. Die höhere Stufe „max“ erreicht 62 Punkte, ist zum Start aber noch nicht allgemein verfügbar. Für den zusätzlichen Punkt benötigt sie laut Artificial Analysis etwa bei GDPVal-AA rund 62 Prozent mehr Reasoning-Tokens als „xhigh“; Meta will „max“ nach weiteren Sicherheitstests freischalten.
Konkret ändert das für Entwickler: Sie können ein leistungsfähigeres Modell für Coding-Aufgaben bereits über Muse Code oder die API einsetzen, ohne auf die angekündigte Veröffentlichung offener Modellgewichte zu warten. Der reguläre Preis bleibt bei 1,25 US-Dollar pro Million Input-Tokens und 4,25 US-Dollar pro Million Output-Tokens. Der Contributor-Tarif kostet 0,10 US-Dollar für Input, 0,20 US-Dollar für Output und 0,002 US-Dollar für zwischengespeicherte Eingaben — mit dem klaren Tausch, dass Meta Prompts und Antworten für das Training künftiger Modelle verwenden darf.
Kommentare
Der Thread wird geladen…
Melden Sie sich an, um einen Kommentar zu schreiben. Anmelden