SteamOS läuft jetzt auf Desktop-PCs mit AMD
Ein USB-Stick, eine freie SSD und ein Desktop-PC: Mehr braucht es grundsätzlich nicht, um SteamOS inzwischen auch außerhalb des Steam Decks zu installieren. Valve gibt sein Gaming-Linux für beliebige Desktop-Rechner mit x86-Prozessor frei – also für die verbreitete PC-Plattform – und führt Nutzer anschließend durch die Einrichtung im Game Mode, der Spieleoberfläche von Steam.
Die Hardware entscheidet allerdings über den Erfolg. AMD-Radeon-Grafikkarten werden vollständig unterstützt. Intels Arc-Karten laufen laut heise ebenfalls, aber mit Abstrichen bei Performance und Bildqualität. Nvidia bleibt vorerst außen vor: Valve liefert den proprietären Treiber nicht mit dem SteamOS-Image aus. Ohne diesen Treiber läuft auf GeForce-Karten kaum ernsthafte 3D-Beschleunigung.
Bei der CPU, dem Prozessor des Rechners, ist die Lage entspannter. Alle Mainstream-Prozessoren von Intel oder AMD aus den vergangenen fünf Jahren sollen funktionieren. Die größere Hürde ist damit nicht das Alter des PCs, sondern die verbaute Grafikkarte. Wer sie erfüllt, kann SteamOS installieren, die ersten Spiele einrichten und anschließend die Leistung messen.
Und dann? Für Besitzer eines PCs mit passender AMD-Grafikkarte wird ein Wohnzimmer-Gaming-Rechner einfacher zugänglich, ohne dass sie auf das Steam Deck beschränkt bleiben. Auch der von heise vorgestellte c’t-Team-Machine-Bauvorschlag ist auf SteamOS zugeschnitten. Für Nvidia-Nutzer ändert sich dagegen zunächst wenig: Ihre Grafikkarte bleibt eine zentrale Kompatibilitätsgrenze.
Der Schritt macht SteamOS also breiter nutzbar, aber nicht universell. Die Installation ist laut heise kein großes Hindernis; die Unterstützung der Grafiktreiber entscheidet, ob aus einem gewöhnlichen Desktop-PC tatsächlich eine brauchbare Alternative zur Steam Machine wird. Die technischen Angaben stammen aus dem Bericht von heise.
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