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BepiColombo beginnt die monatelange Ankunft am Merkur

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Zwei Sonden haben sich am Donnerstag erfolgreich von ihrem Transfermodul getrennt. Damit hat die europäisch-japanische Mission BepiColombo die monatelange Ankunft am Merkur begonnen. Der Mercury Planetary Orbiter (MPO) der Europäischen Weltraumagentur ESA und der Mercury Magnetospheric Orbiter (Mio) der japanischen Raumfahrtagentur JAXA nähern sich dem Planeten noch gemeinsam und verbunden.

Der nächste feste Punkt ist der 21. November: Dann sollen die Sonden von der Gravitation des Merkur eingefangen werden. Am 9. oder 10. Dezember sollen sie sich trennen und unterschiedliche Umlaufbahnen einnehmen. Der MPO soll am 10. März seine finale Umlaufbahn erreichen, der wissenschaftliche Teil der Mission soll im April beginnen. Diese Termine sind die geplanten nächsten Schritte der Mission.

BepiColombo war im Oktober 2018 gestartet, die Vorbereitungen hatten fast 20 Jahre gedauert. 2024 lieferten die Solarpaneele des Transfermoduls nicht mehr genug Strom für die Triebwerke. Zwar konnte der Schub des Ionenantriebs wieder auf 90 Prozent seiner Leistungsfähigkeit gesteigert werden, für die ursprünglich vorgesehene Route reichte das jedoch nicht. Die Ankunft wurde deshalb um ein Jahr verschoben.

Der Anflug verlangt mehr als einen langen Flug. Auf dem Weg zum sonnennächsten Planeten wurde BepiColombo von der Sonne immer weiter beschleunigt und wäre normalerweise zu schnell gewesen, um von der vergleichsweise kleinen Gravitation des Merkur eingefangen zu werden. Mehrere Vorbeiflüge am Planeten halfen, Energie und Geschwindigkeit abzubauen; die Triebwerke allein hätten dafür nicht ausgereicht. Merkur ist deshalb der am wenigsten erforschte Gesteinsplanet des Sonnensystems. Vor BepiColombo hatte nur die NASA-Mission Messenger den Planeten aus einer Umlaufbahn untersucht.

Und dann? Sobald die getrennten Sonden ihre Umlaufbahnen erreicht haben, sollen sie die Oberfläche und das Magnetfeld des Merkur untersuchen. Für die Forschung bedeutet das neue Messungen an einem Planeten, dessen schwieriger Zugang seine Erforschung bislang begrenzt hat. Das Ziel ist, die Ursprünge des Sonnensystems besser zu verstehen.

90 Prozentwiedererreichte Leistungsfähigkeit des Ionenantriebs

Quellen — die Originale lesen(Pariser Zeit)

heise onlineDE
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